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KI zwischen Schlagzeile, Forschung und Wirklichkeit

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der künstlichen Intelligenz

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🍎 Apples Haushaltsroboter wartet auf sein Gehirn

Ein beweglicher Bildschirm, der seinen Besitzer anschaut, ihm bei Videogesprächen folgt und irgendwann vielleicht Aufgaben im Haushalt übernimmt: Apple arbeitet Berichten zufolge seit Jahren an einem ungewöhnlichen Roboter für das Wohnzimmer. Die Hardware soll längst weitgehend fertig sein. Doch ausgerechnet die Software bereitet erhebliche Schwierigkeiten.

Quellen:
https://www.theinformation.com/articles/inside-apples-slog-create-first-robot/

https://www.theverge.com/tech/1024496/apple-homeview-ultra-robot-rumor-delay

🔎 Was ist passiert?

Nach einem Bericht des Technologiemagazins The Information entwickelt Apple einen kleinen Haushaltsroboter mit dem internen Projektnamen J595.

Wer dabei an einen humanoiden Roboter denkt, der Geschirr spült oder die Wohnung aufräumt, liegt allerdings daneben.

Das Gerät soll eher wie eine moderne Schreibtischlampe aussehen.

Auf einem motorisierten Arm sitzt ein ungefähr neun Zoll großer Bildschirm, der sich bewegen und zu Menschen ausrichten kann.

Das erinnert ein wenig an die bekannte Schreibtischlampe aus den Pixar-Filmen.

Mithilfe von Kameras und Sensoren könnte das Gerät beispielsweise erkennen, wo sich jemand im Raum befindet.

Bei einem FaceTime-Gespräch soll der Bildschirm der Person folgen können, damit sie auch dann im Bild bleibt, wenn sie sich bewegt.

Außerdem soll das Gerät mit Apples Smart-Home-System zusammenarbeiten.

Denkbar wären beispielsweise Sprachbefehle, mit denen sich Lampen oder andere vernetzte Geräte steuern lassen.

Die eigentliche Überraschung steckt allerdings im Entwicklungsstand.

Nach Angaben von Personen, die mit dem Projekt vertraut sind, soll ein großer Teil der Hardware bereits seit ungefähr zwei Jahren fertig sein.

Die Softwareentwicklung kommt dagegen offenbar nur langsam voran.

Intern gibt es dem Bericht zufolge unterschiedliche Vorstellungen darüber, welche Fähigkeiten das Gerät zur Markteinführung besitzen sollte.

Während die Hardwareentwickler offenbar auf eine baldige Veröffentlichung drängen, möchte die Softwareabteilung zusätzliche Zeit.

Inzwischen soll sogar darüber diskutiert worden sein, den ursprünglich vorgesehenen Funktionsumfang deutlich zu reduzieren.

Statt eines besonders vielseitigen KI-Begleiters könnten zunächst Videotelefonie und einfache Smart-Home-Funktionen im Mittelpunkt stehen.

Als möglicher Verkaufsstart wird 2027 genannt. Eine weitere Verschiebung auf 2028 gilt allerdings ebenfalls als möglich.

Der angestrebte Preis soll bei ungefähr 1.000 US-Dollar liegen, möglicherweise auch darüber.

⚖️ Der Realitätscheck

Apple hat diesen Roboter bislang nicht offiziell vorgestellt.

Die Informationen stammen überwiegend aus dem Bericht von The Information, der sich auf Personen aus dem Umfeld der Entwicklung beruft.

Auch der mögliche Produktname HomeView Ultra ist nicht bestätigt. Er wird von ehemaligen Mitarbeitern vermutet.

Ebenso wenig steht fest, welche Fähigkeiten das Gerät tatsächlich besitzen oder wann es verkauft werden wird.

Und ein beweglicher Bildschirm ist natürlich noch kein vollwertiger Haushaltsroboter.

Die bislang beschriebenen Funktionen erinnern eher an eine Kombination aus Smart-Home-Zentrale, Videotelefonie und einem persönlichen KI-Assistenten.

💡 Warum ist das interessant?

Die Geschichte zeigt ein grundlegendes Problem moderner Robotik.

Einen Motor zu bauen, der einen Bildschirm dreht, ist vergleichsweise überschaubar.

Sehr viel schwieriger wird es, wenn das Gerät verstehen soll, was Menschen gerade tun und wie es sinnvoll darauf reagieren könnte.

Wann soll es jemanden ansehen?

Wann darf es sich bewegen?

Wann wäre ein Hinweis hilfreich?

Und wann sollte es sich einfach ruhig verhalten?

Das sind Fragen, die weit über die reine Mechanik hinausgehen.

Erst vor wenigen Tagen haben wir über Metas humanoiden Roboter Max berichtet.

Dort geht es ebenfalls darum, künstliche Intelligenz mit einem Körper zu verbinden und die Interaktion mit Menschen natürlicher zu gestalten.

Apple verfolgt offenbar einen deutlich bescheideneren Ansatz.

Statt eines kompletten humanoiden Roboters entwickelt der Konzern einen beweglichen Bildschirm.

Doch selbst dieser vergleichsweise einfache Körper stellt die Software vor erhebliche Herausforderungen.

Vielleicht zeigt sich hier besonders deutlich, woran die nächste Generation persönlicher KI-Assistenten gemessen werden muss.

Nicht nur daran, ob sie uns verstehen – sondern auch daran, ob sie sich in unserer Umgebung sinnvoll verhalten können.

Und bis das zuverlässig funktioniert, bleibt die gute alte Schreibtischlampe vielleicht doch noch ein ernstzunehmender Konkurrent.

Die funktioniert schließlich auch ohne Softwareupdate. 😉

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