Deus ex MaKIna

KI zwischen Schlagzeile, Forschung und Wirklichkeit

Ein kuratierter Blick auf die Welt
der künstlichen Intelligenz

🇩🇪 Bei mehr als jedem zweiten deutschen Startup steckt KI im Kern des Produkts

Künstliche Intelligenz wird bei deutschen Startups zunehmend vom Zusatzfeature zur Grundlage des Geschäftsmodells.

Nach dem neuen Deutschen Startup Monitor steht KI inzwischen bei 53 Prozent der befragten Unternehmen im Zentrum des Produkts.

2024 waren es erst 39 Prozent, 2025 bereits 45 Prozent.

Quelle:

https://startupverband.de/presse/pressemitteilungen/dsm-2026-%E2%80%93-startups-trotzen-konjunktur-28-09-2026

🔎 KI wird zunehmend zur Basis

Besonders junge Unternehmen bauen ihre technische Infrastruktur laut Startup-Verband von Beginn an rund um generative KI auf.

Gleichzeitig erzielen deutsche Startups inzwischen 77 Prozent ihrer Umsätze im Geschäft mit anderen Unternehmen – ein Rekordwert.

Damit wird KI nicht nur für klassische Software-Startups interessant, sondern zunehmend auch als Technologie für Industrie, Mittelstand und spezialisierte B2B-Anwendungen.

💶 Auch das Kapital kommt zurück

Bis Ende September flossen rund 8 Milliarden Euro in deutsche Startups – bereits mehr als im gesamten Jahr 2025.

Besonders stark treiben dabei DeepTech und DefenceTech das Investitionswachstum.

Wie groß die Überschneidung zwischen diesen Bereichen und den 53 Prozent KI-Startups ist, weist der Startup Monitor allerdings nicht separat aus.

Man kann aus den Zahlen deshalb nicht seriös ableiten, dass ein großer Anteil der deutschen KI-Startups automatisch aus dem Rüstungsbereich stammt.

🌐 Ein anderes Problem bleibt bestehen

Trotz wachsender heimischer KI-Unternehmen sind 64 Prozent der deutschen Startups überwiegend von US-amerikanischen Technologieanbietern abhängig.

Gemeint sind beispielsweise Cloud-Infrastruktur, Softwareplattformen und andere zentrale Bestandteile des technischen Stacks.

Der Startup-Verband sieht darin ein Problem für die technologische Souveränität Europas.

⚖️ Der Realitätscheck

Die Zahl von 53 Prozent bedeutet nicht, dass mehr als die Hälfte aller deutschen Neugründungen reine KI-Unternehmen sind.

Gefragt wurden Startups danach, ob KI im Kern ihres Produkts beziehungsweise Geschäftsmodells steht.

KI kann also beispielsweise Bestandteil einer Industrie-, Gesundheits-, Finanz- oder Logistiklösung sein, ohne dass das Unternehmen ausschließlich „KI verkauft“.

💡 Warum ist das interessant?

Noch vor wenigen Jahren war KI für viele Unternehmen ein zusätzliches digitales Werkzeug.

Bei einer neuen Generation von Startups dreht sich das Verhältnis zunehmend um:

Das Produkt wird von Anfang an um KI herum gebaut.

Damit wird künstliche Intelligenz langsam weniger zu einer einzelnen Branche – und mehr zu einer Basistechnologie, die in immer mehr Branchen steckt.



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