Figure AI verabschiedet seine Figure-02-Flotte auf eine Art, die irgendwo zwischen Industrievideo, Terminator-Hommage und sehr teurem Schmelzexperiment liegt: Die Roboter springen selbstständig in einen Behälter mit flüssigem Stahl – begleitet von Arnold Schwarzenegger und einem ziemlich eindeutigen Filmzitat.
Quellen:
https://www.figure.ai/news/f-02-decommission
https://youtu.be/pfAh5oQDPDM
🔎 Was ist passiert?
Figure nimmt den Großteil seiner F.02-Flotte außer Betrieb. Die Generation war unter anderem bei BMW im Einsatz und diente dem Unternehmen als wichtige Entwicklungsplattform für spätere Modelle.
Weil die Roboter zahlreiche speziell entwickelte Komponenten und proprietäre Technik enthalten, wollte Figure sie nicht einfach weitergeben oder klassisch entsorgen. Das Unternehmen entschied sich deshalb für eine deutlich spektakulärere Lösung: Die Roboter wurden nach Finnland gebracht und dort in einer Stahlgießerei eingeschmolzen.
Für den Film trainierte Figure die Roboter zuvor in Simulation darauf, selbstständig in den Schmelzbehälter zu springen. Laut Unternehmen liefen die Steuerungsmodelle auch unter Hitze und starken elektromagnetischen Feldern weiter, während anderes elektronisches Equipment teilweise ausfiel.
⚖️ Der Realitätscheck
Das Video ist keine KI-Animation und auch kein inszenierter Fake. Figure betont ausdrücklich, dass die Roboter tatsächlich trainiert, nach Finnland transportiert und dort eingeschmolzen wurden.
Trotz der Terminator-Inszenierung bleibt dabei ein wichtiger Punkt ziemlich banal: F.02 ist Hardware. Die Roboter besitzen nach heutigem Stand weder Bewusstsein noch Schmerzempfinden.
Der Chefredakteur dieses kleinen Kanals hatte beim Anschauen trotzdem ein leichtes Bauchgrummeln. 😬
Das sagt wahrscheinlich mehr über unsere menschliche Wahrnehmung menschenähnlicher Maschinen aus als über das Schicksal der Roboter selbst.
💡 Warum ist das interessant?
Eigentlich ist es nur die Entsorgung ausgedienter Hardware. Aber sobald ein humanoider Roboter selbstständig in flüssigen Stahl springt, bekommt derselbe Vorgang plötzlich eine ganz andere emotionale Wirkung.
Und genau deshalb ist das ein ziemlich schönes KI-Fundstück: technisch real, filmisch völlig überdreht und irgendwo zwischen „Hasta la vista, F.02“ und der Frage, warum uns die Verschrottung einer menschenähnlichen Maschine überhaupt berührt.
